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		<title><![CDATA[Erfahren und Lernen: Paradigmenwechsel in der Bildung!]]></title>
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		<description><![CDATA[Bildung wird häufig als Sammlung von Wissen betrachtet. Das ist ein Das ist ein fundmentalere Irrtum. Nur Wissen, das über Erahrung bzw. Auswertung von Erfahrung gewonnen wird, ist wirklich verstanden und bereichert als Lernen das Leben. Sonstiges Wissen mag kurzfristig nützlich und interessant sein, stellt aber wenig oder kein Lernen dar. Deshalb muß Bildung grundsätzlich als lebensnah und erfahrungsorientiert konzipiert werden. Daran müssen sich alle Institutionen messen.   ]]></description>
		<language>DE</language>
		<lastBuildDate>Thu, 03 Jun 2021 12:40:00 +0200</lastBuildDate>
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			<title><![CDATA[Initiative: Ablösung des getakteten Stundenplan-Unterrichtes]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://koennen-wissen.de/blog/index.php?category=Lernen"><![CDATA[Lernen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000D"><div><span class="fs12lh1-5"><b>Die traditionelle, nach Stundenplan zeitlich getaktete Unterrichtsorganisation ist ein Relikt aus Klosterschulen und Mlitärtraditionen, optimiert nach der tayloristischen, kleinschrittigen Arbeitsorganisation. </b></span><span class="fs12lh1-5"><b>Diese Lernorganisation widerspricht jeglichen lerntheoretischen und -praktischen Forschungen zu sinnvollen Lernprozessen. &nbsp;Gehirngerechtes Lernen &nbsp;erfordert breite neuronale Vernetzungen durch aktives </b></span><b class="fs12lh1-5">„Eintauchen“ in den Lernprozess &nbsp;und &nbsp;individuelle tätige Aneignung des Lerngegenstandes. Dazu benötigt man einen organisatorischen, emotionalen und sozialen Rahmen, der längerfristige, konstante und in </b><b class="fs12lh1-5">Sinnkontexten eingebette &nbsp;tätige Erfahrungen ermöglicht. Genau dies bietet projektorientierter Unterricht in zeitlich epochaler Form. Ein solcher Unterricht erhöht auch Ausdauer und Verantwortungsgefühl durch seine projektartige Ergebnisorientierung. Zusätzlich findet dabei echter Erwerb von Kompetenzen durch tätige Erfahrungen in </b><b class="fs12lh1-5">einem emotional befriedigenderem und sachlich in fachübergreifendem und damit sinnvolleren Sachzusammenhängen organisierten Lernrahmen statt. &nbsp;<br>All diesen Zielen dient die nachfolgende Initiative: <br><br></b></div><div><div>"<span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Ablösung des getakteten Stundenplan-Unterrichtes in allen Schulformen durch Projektunterricht in epochaler Form mit Inhalten aus alltäglichen, gesellschaftlichen und beruflichen Lebensfeldern, geleitet durch Lehrer- bzw. Ausbilderteams." &nbsp;</b></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b><br></b></span></div><div><b>Verbreiten Sie bitte diese Initiative und &nbsp;helfen Sie damit, die Lebenschancen junge Menschen durch sozial und fachliche kompetente Bildung- und Ausbildung zu erhöhen und in &nbsp;unserer Gesellschaft die soziale Verbundenheit zu fördern. Schule in der jetzigen Form ist eine ungeheure Verschwendung menschlicher Ressourcen und Zerstörung von Lebenschancen für junge Menschen.</b><span class="fs12lh1-5 cf1"><b><br></b></span></div><div><div><b><span class="fs12lh1-5">Weitere Details finden Sie im Beitrag "<a href="https://www.koennen-und-wissen.de/blog/index.php?irrsinn-stundentakt" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.koennen-und-wissen.de/blog/index.php?irrsinn-stundentakt', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Irrsinn Stundentakt</a>".</span></b></div></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 03 Jun 2021 10:40:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Initiative: Praktisches Projektjahr]]></title>
			<author><![CDATA[Matthias Hauer]]></author>
			<category domain="https://koennen-wissen.de/blog/index.php?category=Bildungspolitik"><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000C"><div><div class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5"><b>Initiative zur sinnvollen Einbindung junger Menschen in das reale gesellschaftliche Leben und Förderung ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten.</b></span> </div></div><div><br></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Junge Menschen leben durch die lange Schulzeit und die Fixierung auf akademische Abschlüsse zu lange in einer lebensfernen Scheinwelt. Hinzu kommt, dass der Alltag der meisten Menschen immer weniger von praktischen Tätigkeiten geprägt ist. &nbsp;Diese Entwicklung bedeutet für junge Menschen zu späte reale Lebenserfahrungen, eine Abwertung praktischer Berufe und eine die beruflichen und Lebenserwartungen enttäuschende Scheinakademisierung. &nbsp;Unser Land leitet damit die beruflichen Möglichkeiten vieler junger Menschen in falsche Bahnen und verhindert &nbsp;eine frühzeitige soziale und berufliche Verbundenheitserfahrung. Diese Situation erfordert ein grundsätzliches Umsteuern in Politik und Gesellschaft. Das ist mit folgender Initiative und ihrer Umsetzung erreichbar. &nbsp;&nbsp;&nbsp;</b></span></div><div><br></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>"Nach der 10. Klasse muß jeder Schüler 1 Jahr in &nbsp;überregional organisierten praktischen Projekten in Betrieben oder in sozialen und gesellschaftlichen Bereichen tätigen Organisationen mitarbeiten. &nbsp;Anschliessend sind wieder alle schulischen und beruflichen Ausbildungswege offen. &nbsp;Ausgenommen von dieser Pflicht zu einem praktischen Projektjahr ist die duale Berufsausbildung." </b></span></div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b><br></b></span></div><div><div><b><span class="fs12lh1-5">Verbreiten Sie bitte diese Initiative und helfen Sie damit, die Lebenschancen junge Menschen zu erhöhen und in unserer Gesellschaft die soziale Verbundenheit zu fördern und den wirtschaftlichen Wohlstand zu gewährleisten. </span></b></div></div><div><br></div><div><br></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 13 Apr 2021 09:18:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Lehrerstudium: Auswahl]]></title>
			<author><![CDATA[Matthias Hauer]]></author>
			<category domain="https://koennen-wissen.de/blog/index.php?category=Bildungspolitik"><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000B"><div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Der Lehrerberuf ist so wesentlich für die Gesellschaft, dass man die Auswahl, darüber, wer überhaupt für den Beruf geeignet ist, nicht wie jetzt &nbsp;dem Zufall überlassen kann. Die Eignung für den Beruf muss zentraler Bestandteil der Studienzulassung und der Studieninhalte sein! <br>Schauen wir uns zunächst die jetzige Situation etwas genauer an. </b></span></div></div><div><br></div><div><span class="fs14lh1-5"><b>1</b></span><b><span class="fs14lh1-5">. Wie wird man Lehrer?</span><br><span class="fs12lh1-5">Lehrer wird man, in dem man ein Masterstudium</span><span class="fs12lh1-5"> "Lehramt" erfolgreich durchläuft und anschliessend den praktischen Teil, das sogenannte Referendariat, mit einer Staatsprüfung ebenfalls erfolgreich abschliesst. </span><span class="fs12lh1-5">Ein alternativer Weg ist der sogennannte Quereinstieg, wo man von &nbsp;anderen Berufen mit akademischer Qualifikation kommend, im Kurzstudium Fächer berufsbegleitend nachholt und dann ebenfalls berufsbegleitend &nbsp;den praktischen Teil der Ausbildung mit der Staatsprüfung abschliesst. </span></b></div><div><b><span class="fs12lh1-5"><br>Ein fertiger Lehrer wird &nbsp;in vielen Bundesländern verbeamtet, in anderen bleibt sie/er Angestellter im öffentlichen Dienst. &nbsp;Man ist aber so oder so unkündbar, nur dass Beamten noch Privilegien bezüglich Versorgung im Krankheitsfall, in der Altersversorgung und auch gehaltlich wegen fehlender Zahlung von Sozialbeiträgen genießen. Wir haben also hier auf jeden Fall ein Zweiklassensystem in Deutschland, vielfach sogar in den Schulen selbst und deshalb streben angehende Lehrer bevorzugt den Beamtenstatus an. &nbsp;Aber wie gesagt, so oder so wird im deutschen System nie ein Lehrer entlassen, es sei denn wegen schwerer Disziplinverstößen wie sexueller Übergriffe oder Diebstahl. </span></b></div><div><b><span class="fs12lh1-5"><br>Zusammenfassend lässt sich festhalten: Lehrer werden kann man, in dem man das entsprechende Studium, das eventuell außer dem fragwürdigen &nbsp;Numerus CLausus keine Zugangsbeschränkungen hat, absolviert und den praktischen Ausbildungsteil durchläuft. Danach gilt der Job im </span></b><b>praktischen Alltag als unkündbar, egal, was man leistet. Siehe hierzu auch den Beitrag &nbsp;<span class="fs12lh1-5">"</span></b><span class="fs12lh1-5"><b>Team- und lernfeindliche Arbeitsstrukturen". </b></span></div><div><br></div><div><span class="fs14lh1-5"><b>2. Was hat das für Auswirkungen?</b></span></div><div><b><span>Die Möglichkeit ohne Eignungsüberprüfungen das Lehramtsstudium absolvieren zu können, und die Aussicht auf einen unkündbaren und in der Regel ortsgleichen Job, hat auf die Auswahl der Lehramtsstudenten großen Einfluss. Es werden diejenigen angezogen, die unbedingt einen sicheren Job haben wollen und/oder diejenigen, denen nichts Besseres einfällt und diejenigen, die nach einem gesellschaftlich wenig gefragten Studiengang am Studienende feststellen, dass man damit nur noch Lehrer werden kann. &nbsp;Natürlich gibt es diejenigen, die sich berufen fühlen und eben neurdings aus der Not des Lehrermangels geboren, viele Quereinsteiger. </span></b></div><div><b><span><br></span></b></div><div><b><span>Die Berufenen und die Quereinsteiger lassen wir mal draussen, die ersteren Gruppen stellen das Hauptproblem dar. Sie sind es, die man später zu häufig als Lehrer antrifft und deren unausgeprägte Fähigkeiten und Einstellungen ungünstigerweise viele Vorurteile über den Lehrerberuf in der öffentlichen Wahrnehmung stützen. Das äußert sich dann in Lehrerwitzen wie "Vormittags recht und nachmittags frei haben". &nbsp;Diese Lehrergruppe kennt im Leben nichts als Schule und Uni und wieder Schule, hält sich möglichst keine Stunde zuviel in der Schule auf, hält Fortbildungen für eine Zumutung, möchte den Rest des Lebens möglichst immer das Gleiche unterrichten, ist Einzelkämpfer und findet Teamarbeit unnötig und liebt Klagen über Schüler und derenLeistungsschwächen, die ihren häufig langweiligen und methodisch trögen Unterricht nicht zu schätzen wissen, - und das sind dann fast alle Schüler. &nbsp;Man könnte das noch fortführen, aber ich denke, man versteht, was ich hier ausdrücken möchte. </span></b></div><div><b><span><br></span></b></div><div><b><span>Ich denke, je nach Schule handelt es ich um 10 - 30% der Lehrerschaft, denen natürlich auch wegen der vollkommen leistungsunabhängigen Bezahlung im Lehrerberuf &nbsp;nie das geringste dienstliche Ungemach droht (</span></b><b class="fs12lh1-5"><span class="fs12lh1-5">Siehe den Beitrag &nbsp;</span><span class="fs12lh1-5">"</span></b><b class="fs12lh1-5"><span class="fs12lh1-5">Team- und lernfeindliche Arbeitsstrukturen"). </span></b><b class="fs12lh1-5"><span class="fs12lh1-5">Diese Lehrer sind für unzählige Schüler, für die einzelnen Schulen und für das öffentliche Ansehen des Lehrerberufes Gift. Und eine wichtige Ursache liegt darin, dass man als menschlich und pädägogisch ungeeignete Person leicht Lehrer werden kann! &nbsp;</span></b><b class="fs12lh1-5"> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</b></div><div><b class="fs12lh1-5"><br></b></div><div><b class="fs14lh1-5">3. Berufseignungsprüfungen als Teil des Studieneinstiegs und des Studiums für ein Lehramt. </b></div><div><b><span>Aufgrund der Bedeutung der Eignung von Lehrern für Beruf, sollte das Lehramtsstudium mit Eignungstests und Gesprächen beginnen, die etwas mit den allgemein benötigten Kompetenzen dieses Berufes zu tun haben. Also kein Numerus Clausus, - dieser ist eher kontraproduktiv, gibt die falschen Anreize und baut falsche Hindernisse auf (s. auch Beitrag "Numerus Clausus"). Was wir hier brauchen sind Assessments für die wirklich benötigten Kompetenzen für den Lehrerberuf wie: Zuneigung für Kinder bzw. Jugendliche, Kommunikations- und Teamfähigkeit, Begeisterung für den eigenen fachlichen Schwerpunkt, lebenslange Lernbereitschaft und die Fähigkeit komplexe Situationen zu strukturieren. Lehrer ist ein anspruchsvoller Führungsjob!<br></span></b><b class="fs12lh1-5"><br></b></div><div><b class="fs12lh1-5">Diese kompetenzorientierte Voreignungswahl für den Beruf sollte nach einem Einführungssemester unmittelbar mit einem betreuten praktischen Halbjahr an Schulen weitergehen. Dazu würde in etwa das Einbinden mit halber Stelle in schulische Aufgaben gehören und eine regelmäßige, praktisch orientierte Betreuung durch erfahrene Seniorkollegen. Details können hier von Fachleuten spezifiert werden, aber das Prinzip ist klar: Ein angehender Lehrer hat früh Kontakt mit Berufspraxis, diese wird ausgewertet und nach 1 Jahr weiß die/der sich noch im Studium befindliche Lehrer*in, ob sie/er diesen Beruf kann und will. &nbsp;&nbsp;Danach kann es dann regulär im Lehramtsstudium weitergehen, wobei immer eine Teilanbindung an schulische Zwecke im Studium integriert sein sollte. Warum sollte das Studium nicht für verbundene Partnerschulen nicht Serviceleistungen übernehmen wie Vorbereitung von abgesprochenen Unterrichtseinheiten, Konstruktion von Tests und Klausuren, Unterstützung mit digitalen Tools etc. &nbsp;&nbsp;</b></div><div><b class="fs12lh1-5"><br></b></div><div><b class="fs12lh1-5">Diese andere Art des Zuganges und der Durchführung des Lehramtstudiums würde die Qualität der Lehrer und das Ansehen des Berufes in der Gesellschaft erheblich stärken. Hören wir auf, nicht geeignete Menschen diesen Beruf ergreifen zu lassen. Das ist für ihr Leben nicht sinnvoll, erspart vielen jungen Menschen eine elende Schulerfahrung und vermindert soziale und auch ökonomische Verschwendung gesellschaftlicher Ressourcen. </b></div><div><span class="fs14lh1-5"><b><br></b></span></div><div><div class="imTAJustify"><b><span class="fs12lh1-5">Abschließend möchte ich noch anmerken, dass erstaunlicherweise keine Partei in ihrer Bildungspolitik diese offensichtlichen Misstände in der Lehrerauswahl anprangern und umgehend reformieren will. &nbsp;Es ist wie so häufig: Das Offensichtliche ist tabu, weil man mit gewohnten Strukturen brechen müßte und sich nicht bei Allen beliebt macht.</span></b></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 15 Mar 2021 14:36:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Lehrer und Schule: Team- und lernfeindliche Arbeitsstrukturen]]></title>
			<author><![CDATA[Matthias Hauer]]></author>
			<category domain="https://koennen-wissen.de/blog/index.php?category=Bildungspolitik"><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000A"><div><span class="fs12lh1-5"><b>In der Bildungspolitik wird sowohl in der Öffentlichkeit wie in den politischen Parteien kaum darüber diskutiert, dass die schulische Organisation der Arbeit von Lehrern im Kern eine der wesentlichen Bedingungen dafür darstellt, dass Schule keine lernende Organisation ist und Lehrer selbst nicht dem ständigen Selbstlernen und der Weiterentwicklung verpflichtet sind. Wie soll dann Lernen als lebenslanges individuelles Ziel in &nbsp;einer modernen Informations- bzw. Dienstleistungsgesellschaft lebendig als Haltung an die Auszubildenden weitergegeben werden? &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Im folgenden erläutere ich kurz die Kernursachen dieses Mißstandes und daraus leiten sich implizit erste Forderungen für eine fortschrittliche Bildungspolitik für den schulischen Bereich ab.</b></span><br><br></div><div><b class="fs14lh1-5">1. Die Arbeitsstrukturen von Lehrern sind individualistisch und im Kern nicht teamorientiert.</b></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Die Standardsituation eines Lehrers ist, dass er nach Stundenplan für 45 Minuten, manchmal 80-90 Minuten, in eine Klasse-/Raum-/Fachschachtel gesteckt wird. (S. dazu Post: Irrsinn Stundentakt). &nbsp;In dieser Funktion soll er als zeitlich beschränkter Dompteur und Lernstoffvermittler seinen Job im Lehrfliessband (Lernen findet realtiv wenig statt) am Besten unaufffällig erledigen und juristisch belastbare Noten als Output für Schüler, Verwaltung und gegebenenfalls Eltern erbringen. Als Individualfachmann ausgebildet, soll der individuelle Lehrer diesen Job auch individuell erledigen. &nbsp;Teamteaching und kollegiale Hospitationen finden kaum statt (ausser in speziellem Förder-/ oder Berufsausbildungsunterricht). Den deutschen Lehrer triff man entweder im Klassenraum oder Zuhause an und in den Zwischenpausen ist er mit Rennen und Schleppen von Materialien beschäftigt (LRS-System: "Lehrer-rennt-und-schleppt-System"). Seine Arbeitszeit wird ausschließlich in abgeleisteten Unterrichtsstunden berechnet. </b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b><br></b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Eine mögliche Richtung eines Alternativansatz wäre z.B. das schwedische Modell: Insgesamt 40 Wochenstunden (à 60 Min.) Präsenzzeit, davon ca. 18 Std. „Arbeit mit Kindern“. Das verlangt natürlich schulisch gut ausgestattete Arbeitsplätze. Diese gibt es in Deutschland für den "normalen" Lehrer in der Regel nicht, solange er nicht eine Funktionsstelle ausübt. Hier wird also an der falschen Stelle gespart. </b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b><br>Eine solches Arbeitsmodell mit Abrechnung nach &nbsp;Anwesenheit statt der reinen Stundenplanorientierung würde umgehend sowohl Entlastung als auch Zeit für Teamarbeit bedeuten. Als erster Ansatz wäre in Deutschland ein Modell mit 20 U-Stunden Lehrverpflichtung plus 10 Stunden zsätzliche Anwesenheit machbar. Also ein 20/30-Modell. Dieses könnte sogar mit individueller Flexibilität gestaltet werden, würde aber trotzdem die Voraussetzungen schaffen, dass Lehrer sich überhaupt physich am Arbeiotsplatz Schule begegnen und regelmäßig zusammenarbeiten könnten. </b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b><br></b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b><br></b></span></div><div><b class="fs14lh1-5">2. Fehlende Leistungsanreize bzw. -belohnungen führen zu Trägheit und Entwicklungsverweigerung.</b></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Egal ob Lehrer als Beamte oder Festangestellte arbeiten: Sie haben die absolute Arbeitsplatz- und gehaltliche Veränderungssicherheit erreicht. Sie können den deutschen Traum leben: Fast egal was ich mache, mir passiert nichts und man kann mir nichts! Das ist ja an sich ein schönes Gefühl, solange man seinen Beruf engagiert ausübt, aber leider sind nie alle engagiert. Man hat im Lehrerberuf mindestens 10% sogenannte "Hänger". Das sind Leute, die nur das Nötigste tun, wenig Interesse am Beruf haben und/oder häufig &nbsp;krank sind, ohne chronisches Krankheitsbild. Das geht alles problemlos in diesem Beruf, - es passiert einem nichts. Man wird genauso bezahlt wie die/der engagierte Kolleg:in und kann sich sogar noch Vergünstigungen beschaffen, da die jeweiligen Einsatzplaner in den Schulen verständlicherweise nicht möchten, dass diese Personen ausfallen. Also vergünstigt man ihnen das Leben: Keine Zusatzaufgaben, gute Stundenpläne, etc., da man keinerlei formale Handhabe hat, sie zu besseren Leistungen zu bewegen.</b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b><br></b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Und damit sind wir beim Pudels Kern: In den Lehrerberuf muß eine wie auch immer im Detail geartete Anerkennung von Engagement und Leistung. Das können weniger U-Verpflichtungen, etwas mehr Gehalt, oder andere motivierende Parameter sein. Der Einheitsbrei von "gleicher Lohn für ungleiche Leistung" ist demotivierend und fördert schmarotzendes Verhalten und ist ein denbar schlechtes Vorbild für junge Menschen. Wie sollen junge Menschen zu verantwortungsvollen und lebenslang lernbereiten Staatsbürgern erzogen werden, wenn ihnen vorgelebt wird, dass Starrheit, Eigenbrödelei und minimalistisches berufliches Engagement belohnt werden? &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</b></span></div><div><br></div><div><span class="fs14lh1-5">3<b>. &nbsp;Überfachliche Arbeit wird durch verengte Fachorientierung bzw. Fachlehrertum erschwert</b>.</span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Die Lehrerausbildung erfolgt streng nach dem Fachprinzip z.B. Mathe, Deutsch, Englsich, etc. Das klingt auf den ersten Blick naheliegend, weil man ja als angehender Lehrer Interessenschwerpunkte hat, die man auch unterrichten möchte. Nun &nbsp;ist eine solche starre Fachtrennung aber nicht im wirklichen Leben vorhanden und es wäre in der Ausildung junger Menschen enorm wichtig, viele lebensnahe, fachübergreifende Unterrichtsprojekte durchzuführen oder Unterricht in lebensorientierten Lernfeldern zu organisieren. Das wird aber durch die "Fachschachtel"-Ausrichtung in den Lehrerköpfen behindert, weil man sich ja dann auf unsicheres fachliches Terrain begeben muß. &nbsp;Um dem entgegenzuwirken, sollte das Lehrerstudium 1 Zentralfach mit einem Cluster von umgebenden Fächern verbinden und die Ausbildung in Fachdidaktik- und Methodik obligatorisch auf fächerübergreifendes, vernetztes Unterrichten vorbereiten. Das würde den Lehrerberuf auch als Vorbild dem näherbringen, was man implizit von jeder/em Schüler:in erwartet: Nämlich in der Breite zu lernen und für vielen Fachgebiete Lernbereitschaft aufzubringen. Wieso gilt dies nicht auch als berufliche Notwendigkeit für den Lehrerberuf?</b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b><br></b></span></div><div><div class="imTAJustify"><b><span class="fs12lh1-5">Abschließend möchte ich noch anmerken, dass erstaunlicherweise keine Partei in ihrer Bildungspolitik diese offensichtlichen Misstände des Fehlens von Leistungs- und Weiterentwicklungsanreizen im Lehrerberuf und die Fehlstrukturen in der Arbeitsorganisation anprangern und umgehend reformieren will. &nbsp;Es ist wie so häufig: Das Offensichtliche ist tabu, weil man mit gewohnten Privilegienstrukturen brechen müßte und sich nicht bei Allen beliebt macht. </span></b></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 21 Jan 2021 18:51:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Lernorganisation: Irrsinn Stundentakt]]></title>
			<author><![CDATA[Matthias Hauer]]></author>
			<category domain="https://koennen-wissen.de/blog/index.php?category=Lernen"><![CDATA[Lernen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000008"><img class="image-0 fleft" src="https://koennen-wissen.de/images/NT-kompakt.png"  title="Fächerzappen" alt="Irrsinn-Stundentakt" width="729" height="573" /><div><span class="fs12lh1-5"><b>Ein Bild sagt mehr als 100 Worte</b>:</span></div><div>Was man dort sieht, ist im Prinzip die Art, wie traditionell Unterricht in &nbsp;unseren Schulen organisiert ist. &nbsp;<span class="fs12lh1-5">Diese traditionelle schulische Organisation des Lernes beruht im Kern auf dem Fächertakt nach Stundenplan. Der Takt ist in der Regel 40 - 45 Minuten, manchmal gibt es Blöcke von 80 - 90 Minuten. &nbsp;Es handelt sich dabei um einen tayloristischen, getakteten &nbsp;Fabrikgedanken der Organisation von Lernen: Das Werkstück "Schüler" muss je Takteinheit "Stunde" mit 1 Lehrer, 1 Fach und 1 Raum zusammengbracht werden und dann so durch den Unterrichtsalltag getaktet werden. &nbsp;Mit Lernen hat das wenig zu tun, die Organisation steht im Vordergrund. </span><span class="fs12lh1-5">Lerntheoretisch ist das in jeder Beziehung Irrsinn, wie ich im weitern zeigen werde.</span></div><div><span class="fs12lh1-5">Detaillierte Ausführungen finden Sie in folgender Anlage: &nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="../blog/files/LernOrganisation.pdf">Lernorganisation</a></span><br></div><div><span class="fs12lh1-5">Mit freundlichen Grüßen <br>Matthias Hauer &nbsp;</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 19:54:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Studieren: Strukturverbrechen "Numerus Clausus"]]></title>
			<author><![CDATA[Matthias Hauer]]></author>
			<category domain="https://koennen-wissen.de/blog/index.php?category=Bildungspolitik"><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000007"><div class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5 cb1"><b><span class="imUl">Hier eine Kurzbeschreibung mit den Kerngedanken</span>:</b></span></div><div><div class="cb1"><div class="imTALeft"><b class="fs12lh1-5">Der Numerus Clausus (NC) selektiert Zugangsvoraussetzungen zu Studiengängen in Abhängigkeit von Schulzeugnissen. Das ist eine komplette Missachtung der jeweils für ein Berufsprofil wirklich benötigten Kompetenzen. Zusätzlich sind Noten zwischen Schulen unvergleichbar. Das Ganze ist ein strukturelles Verbrechen an der Potentialentfaltung &nbsp;des einzelnen jungen Menschen, verletzt in hohem Maße das Gebot der Fairness in der Auswahl und ist durch unpassende Strukturierung der Berufswahlen in hohem Maße gesellschaftlich schädlich. Das sind keine Peanuts, sondern ist &nbsp;ein unakzeptabeles Vergehen an den Entfaltungsmöglichkeiten vieler einzelner Menschen und der Gesellschaft. &nbsp;</b></div><div class="imTACenter"><b class="fs12lh1-5"><br></b></div><div class="imTACenter"><b class="imTALeft fs12lh1-5"><span class="imUl">Und jetzt einige Erläuterungen und Details</span>:</b></div><div class="imTALeft"><b class="fs12lh1-5">Der Numerus Clausus wurde geschaffen, um bei Studienfächern mit beschränkten Kapazitäten die Menge der Studienbewerber zu begrenzen und pro Universität nicht mehr Bewerber aufzunehmen als Plätze vorhanden sind. Der NC wird als Mechanismus zentral bundesweit zentral gesteuert, d.h. alle Studienbewerber für durch den NC reglementierte Studiengänge müssen sich zentral bewerben und werden dann nach Prioritätenwunsch verteilt. Der NC nimmt damit als bundesweit zentrale Institution den staatlichen Universitäten die Arbeit der Bewerberauswahl ab!</b></div><div class="imTACenter"><span class="imTALeft fs12lh1-5"><b><br></b></span></div><div class="imTACenter"><span class="imTALeft fs12lh1-5"><b>Was ist daran nun so verwerflich? </b></span><b class="fs12lh1-5">Das ist einfach zu sagen: Es sind die Kriterien nach denen der &nbsp;NC bei seiner Auswahl vorgeht. Damit das Verfahren technisch einfach und ohne viel Aufwand durchführbar ist, hat man einfach als Hauptselektionskriterium die Schulnoten und als Zusatzkriterium die Wartezeit genommen. Gelegentlich kommen auch noch universitätsspezifische Sonderquoten bzw. Auswahlverfahren ins Spiel, aber das ist in diesem Zusammenhang nicht wichtig, da es zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle spielt. Ich kritisiere auch nicht, dass es Zulassungsbeschränkungen an sich gibt, das ist sicher unvermeidlich.</b></div><div class="imTALeft"><b class="fs12lh1-5"><br></b></div><div class="imTALeft"><b class="fs12lh1-5">Was ich anklage, ist folgendes:</b></div><div class="imTALeft"><b class="fs12lh1-5"><br></b></div><div class="imTALeft"><b class="imTACenter fs12lh1-5"> 1. &nbsp;Studiengänge münden in der Regel in einem Beruf. Und für die Gesellschaft ist es insgesamt extrem wichtig, dass die geeigneten Menschen in die geeigneten Berufe gelangen. Und Eignung für z.B. Arzt oder Psychologe, - Fächer mit strengem NC - , hat sicher nur bedingt mit Schulleistungen zu tun. Also erhalten viele Studierende mit eventuell guter Eignung und dem entsprechenden Studienwunsch keinen Zugang oder müssen lange warten. Und Schüler mit sehr guten Noten gehen dann z.T. in die prestigeträchtigen Fächer mit hoher Zulassungsbeschränkung. Das kann man als gesellschaftlich verantwortlich denkender Mensch nur als verantwortungslosen Irrsinn bezeichnen.</b></div><div class="imTALeft"><b class="imTACenter fs12lh1-5"><br></b></div><div class="imTALeft"><b class="imTACenter fs12lh1-5"> 2. &nbsp;Die Schüler der Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen konzentrieren sich zu sehr auf gute Noten in möglichtst vielen Fächern. Das vermindert ihre Fokussierung auf ihre Interessensbildung, sprich auf Fächer, die sie wirklich interessieren. Lernressourcen zur vertieften Qualifikation in Neigungsfächern werden damit blockiert und sinnloses Pauken honoriert. Des weiteren sind die Schüler aus einfachen sozialen Verhältnissen oft durch die Sprachlastigkeit vieler Fächer in der Erreichung von Bestnoten strukturell benachteilgt. Nun werden sie dafür auch noch mit erschwertem Studienzugang bestraft. Auch dieses ist nicht tolerierbar in einer verantwortungsvollen, chancen ermöglichenden &nbsp;Gesellschaft. &nbsp;</b></div><div class="imTALeft"><b class="imTACenter fs12lh1-5"><br></b></div><div class="imTALeft"><b class="imTACenter fs12lh1-5">Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Regelung von beschränkten Studiengangkapazitäten mit dem Mechanismus des Numerus Clausus nicht haltbar ist. Der Mechanismus in seiner jetzigen Form ist &nbsp;der Gesellschaft und den jungen Studierwilligen gegenüber verantwortungslos. Er ist ein technokratisches Vernichtungsinstrument von menschlichen Ressourcen. Und das bezeichne ich als ein strukturelles Verbrechen, da es systematisch Individuen und die Gesellschaft schädigt. &nbsp;Die Alternative müßten selbstverständlich auf individuelle Berufsprofile angepasste Eignungsverfahren sein. &nbsp;Das ist kurzfristig sicherer teurer und aufwendiger, aber wendet viel Schaden von uns allen ab und wäre damit langfristig ein großer Gewinn für uns alle.</b></div><div class="imTALeft"><b class="imTACenter fs12lh1-5"><br></b></div><div class="imTALeft"><b class="imTACenter fs12lh1-5">Abschließend möchte ich noch anmerken, dass erstaunlicherweise keine Partei in ihrer Bildungspolitik dieses offensichtliche Fehlinstrument NC anprangern und umgehend ersetzen will. Meiner Meinung nach ist es auch verfassungswidrig (Vorsätzliche Behinderung der Persönlichkeitsentfaltung). Vielleicht sollten junge Studierwillige mal den Weg einer Verfassungsklage gehen.</b></div></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 21 Oct 2020 18:21:00 GMT</pubDate>
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